Besserer Schutz bei Heimarbeit

Seit dem 27. Januar genießen Arbeitnehmer in Belgien einen deutlich besseren Versicherungsschutz als bisher, und das gleich zweifach:

1) Arbeitsunfall bei Heimarbeit:

Ein Unfall wird künftig als Arbeitsunfall betrachtet, wenn:

  1. Er an einem Ort passiert, der schriftlich als Arbeitsort festgehalten ist. Das kann eine Konvention zur Heimarbeit sein, aber auch jede andere Absprache, wie etwa eine Email oder SMS. Liegt ein solches Schriftstück nicht vor, bezieht sich die neue Regelung nur auf die Wohnung des Arbeitnehmers, sowie auf die Orte, an denen er regelmäßig Fernarbeit ausführt.

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  2. Er zu einer Zeit passiert, die schriftlich als Arbeitszeit festgehalten ist. Liegt ein solches Schriftstück nicht vor, wird davon ausgegangen, dass die Arbeitszeit die Zeit ist, zu der der Arbeitnehmer normalerweise in den Räumlicheikeiten des Arbeitgebers anwesend gewesen wäre.

Der Unterschied zwischen gelegentlicher und "struktureller" Heimarbeit ist damit zumindest beim Versicherungsschutz künftig aufgehoben. Der Beweis des Gegenteils obliegt grundsätzlich dem Versicherer.

 

2) Arbeitsweg:

Als Arbeitsweg gilt künftig ausdrücklich auch den Umweg, den ein Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit macht, um seine Kinder zur Schule, Kindergarten oder Krippe zu bringen oder von dort abzuholen. Das gleiche gilt für den Weg den der Arbeitnehmer zurücklegt, um sich in der Pause etwas zu Essen zu besorgen.

 

Quelle: www.cessoc.be